10.07.2006

Stark von Außen: Mit dem Schützen mitgehen und immer auf die Wurfhand schauen

Die Fußball-WM ist vorbei, mein Urlaub auch. Zeit für den nächsten und zugleich schwierigsten Schritt, um Würfe von Außen zu halten. Nachdem ¬ die Ausgangsstellung sitzt und ¬ der Schritt nach vorne gemacht ist, geht es nun darum, dass der Torhüter versucht, mit dem Körper vor den Ball zu kommen.
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Das heißt, man muss, nachdem man den Schritt raus gemacht hat, mit dem Schützen mitgehen, während er in der Luft ist. Das ist besonders wichtig, wenn der Schütze in Richtung Siebenmeter-Punkt springt. Dann wird nämlich der Schusswinkel für den Schützen wesentlich besser, als wenn er vom Abwehrspieler in Richtung Torauslinie abgedrängt wird.
Um den Winkel für den Schützen zu verkürzen, muss der Torhüter jetzt versuchen, mit dem Körper vor den Ball, also vor die Wurfhand zu kommen.
Entscheidend ist, dabei auf keinen Fall hektisch zu werden. Am besten versucht man mit seitlichen Schritten auf Höhe des Schützens zu gelangen oder noch besser zu bleiben.
Wenn man es als Torhüter schafft, optimal vor dem Ball zu stehen, werden die Chancen für den Werfer kleiner, den Ball am Torhüter vorbei zu bringen.
Oft geht man zwar gut mit dem Schützen mit und steht vor dessen Körper, achtet dann aber nicht genug darauf, was der Außen mit seiner Wurfhand macht. Dadurch schafft sich der sich doch noch die Möglichkeit, denn Ball am Torhüter vorbei zu bugsieren.
Das Ziel muss daher sein, in dem Augenblick, in dem der Schütze abzieht, so gut es geht vor der Wurfhand zu stehen. Knifflig ist das vor allem gegen Schützen, die ihre Wurfbewegung stark variieren und oft im letzten Moment noch den Arm weit von sich strecken. Denn dann muss man als Torwart locker mal einen Meter weiter mitgehen, um vor den Ball zu kommen. Wenn man es schafft, optimal vor die Wurfhand zu kommen, dann gilt: Groß bleiben! Frühzeitiges Abtauchen verleitet den Gegner zu Hebern, und dann hat der meist leichtes Spiel. Also, beobachtet sehr genau, wo und wie der Schütze seine Hand führt, versucht mit dem Körper vor den Ball zu kommen und bleibt groß. Dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Auf jeden Fall wächst damit die Chance, dass ihr den Ball abwehren könnt.

Soviel mal zur Grundtechnik. Zu Feinheiten, Finten und dazu, welche Streiche einem der Kopf dabei spielen kann, komme ich bei nächster Gelegenheit. Eines schon mal vorweg: Mitdenken ist wichtig, zuviel denken kann manchmal hinderlich sein.

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