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Yvi | 11.01.2007

Cup der Guten Hoffnung

so, da bin ich wieder – und erstmal wünsche ich euch allen ein frohes und aufregendes Jahr 2007!
War eine sehr schöne Reise und deshalb will ich es nicht verpassen, für den Torblogger ein paar Worte zu finden. Wir zu Gast in Südafrika (die Sportfreunde S. lassen grüßen....) – das kam so:

 
Anfang 2006 hat sich der Alt-Bundestrainer Markus Weise überlegt, dass wir Ende des Jahres zur Vorbereitung nach Südafrika fliegen. Der Trainerwechsel(jetziger Trainer ist der ehemalige U 21-Trainer Michael Behrmann...) im Oktober diesen Jahres sollte daran nichts ändern. Schließlich mussten wir uns klimaangepasst auf die Champions Trophy im Januar in Argentinien vorbereiten. Sonne um diese Jahreszeit zu finden ist halt nicht ganz so einfach ...

So denn...am 27.12.2006 hieß es also wieder "Boarding completed" und ein Haufen junger, aufgeregter Hockeyhühner machte sich auf den Weg an das Kap der guten Hoffnung. Im Team gab es gravierende Veränderungen. Viele der Stammspielerinnen nutzen den Dezember und den Januar, um in ihrem Studium/Job etwas vorwärts zu kommen und haben die Maßnahmen abgesagt. Also mussten der Nachwuchs ran und wir starteten mit der aufgestockten ehemaligen U 21-Mannschaft Richtung Süden. Kaum zu glauben, aber mittlerweile bin ich die viertälteste im Team... Wahnsinn. Nun gut, ist halt so. Und doch hab ich mich schon im Vorfeld sehr auf diese Maßnahme gefreut, da ich es interessant finde, wie sich das neue Team so zurechtfindet.

Da wir die Nacht durchgeflogen sind kamen wir relativ "erholt" – sofern man das nach 11 Stunden Flug sagen kann- in Stellenbosch(40 Min. Autofahrt von Kapstadt) an. Bis zum Jahreswechsel standen viele Trainingseinheiten und zwei Testspiele gegen Südafrika und Holland auf dem Programm. Also mussten wir uns für diese Phase wohl mal wieder damit abfinden, lediglich das Hotel und den Hockeyplatz kennen zu lernen.

Entgegen einiger Vermutungen stellten wir uns im ersten Spiel gegen die Holländerinnen gar nicht so schlecht an und verloren nur knapp mit 1-2. Dazu muss gesagt werden, dass Holland fast mit der kompletten WM-Mannschaft angetanzt ist. Das Spiel gegen Südafrika hätte von außen betrachtet besser laufen können, dennoch haben wir unseren ersten Sieg (3-1) errungen.

Tja- und ehe man sich versah, stand auch schon der 31.Dezember vor der Türe. Eigentlich hatte sich das Team für ein aufregendes Silvesterfest in Kapstadt entschieden, aber der Plan ging leider nicht ganz auf. Sowohl die Einheimischen als auch der Reiseführer riet uns von einer Feier in Kapstadt ab, da es aufgrund der großen Straßenkriminalität einfach zu gefährlich sei. Somit entschied sich der Trainerstab für die Feier im Hotel...mit Südafrika und Holland... Hoppala... wer hätte das gedacht, dass wir mal mit Holland Sylvester feiern?!? Nun gut - irgendwie hatten wir alle dasselbe Kreuz zu tragen und waren am Ende einfach zufrieden damit, nicht im verregneten Deutschland bzw. Holland sitzen zu müssen.

Am ersten Tag des neuen Jahres traf man sich auch schon wieder. Diesmal auf dem Hockeyplatz, bei einem Länderspiel gegen die Holländerinnen. Dieses Mal konnten wir leider nicht mehr ganz so gut mithalten und verloren 1-3... Aber wie heißt es so schön: abgerechnet wird zum Schluss. :)

Im neuen Jahr bekamen wir die Möglichkeit, auch ein bisschen was vom Land zu sehen. Für einen Abend fuhren wir nach Kapstadt, am anderen Tag ans Kap der guten Hoffnung- zusammenfassend kann ich nur sagen: Südafrika ist ein Land, das ich nur jedem empfehlen kann. Etwas gewundert hat mich allerdings, dass wir zu den Spielen mit Polizeieskorte gefahren wurden und den Rest der Zeit völlig unbeaufsichtigt durchs Land tingeln konnten...na ja – woanders ticken eben auch die Uhren etwas anders.

Das letzte Spiel gegen Südafrika verlief auch nicht ganz nach unseren Vorstellungen und endete mit einem 2-2. Aber wenigstens der letzte Abend verlief perfekt - wir fuhren zu einem afrikanischen Grillfest. Dort wurd so ziemlich alles an Speisen aufgefahren, die das Herz begehrt. Muss sagen: Die Südafrikaner sind tolle Leute, die es einem echt leicht machen, sie auf Anhieb zu mögen (... solange die Armut sie nicht zwingt, von der Straßenkriminalität zu leben).

So, jetzt war ich genau drei Tage zu Hause, bevor der Flieger nach Argentinien geht. Fahre mit einem guten Gefühl zu Champions Trophy, da die Mannschaft ein interessanter Haufen von gemischten Spielertypen ist. Ich denke, wenn wir uns zusammenraufen und uns auf das Wesentliche konzentrieren, können wir so manch einen überraschen. Bin selbst sehr gespannt auf das, was passiert - und werde euch auf dem Laufenden halten... Wozu gibt es Internet?! Bis dahin.

Macht es gut, eure Yvi



 

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